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Nächste Waldführung

 

'Pilze im Muttenzer Wald'

 

Pilze bilden in der Natur ihr eigenes Reich. Sie können sich nicht fortbewegen, deshalb zählen sie nicht zur Gattung der Tiere. Dem Pilz fehlt aber die Fähigkeit zur Fotosynthese, deshalb ist er auch keine Pflanze. Was ist er also? Diese Antwort und noch viele weitere interessante Aufschlüsse über das oft verborgene Dasein der Pilze erhalten Sie am:

  

Samstag, 1. Oktober 2022, 10.00 Uhr 

Achtung; Neuer Treffpunkt 

Bei den Barrieren, oberhalb der Engentalstrasse (Chloster, Flösch).

Bitte Fahrzeuge am Ende der Weiherstrasse, Ecke Engentalstrasse parkieren und zu Fuss zum Treffpunkt laufen.

 

Der Bürgerrat freut sich über zahlreiches Einfinden interessierter Personen. 

 

 

Das Feuerverbot ist per 06.09.2022 im ganzen Waldgebiet aufgehoben.

 

 

Das Reh, die Drohne und wetterfeste Waldgänger

 

Der Wettergott meinte es nicht besonders gut mit den vielen interessierten Muttenzerinnen und Muttenzer, welche am vergangenen Samstag zur ‘tierischen’ Waldführung gekommen sind. Glücklicherweise konnten alle Teilnehmer während des Regens Unterschlupf in der Remise beim Eigentalhof finden und den Erklärungen von Säm Schild (Präsident der Jagdgesellschaft Muttenz) und Christian Sigg (Drohnenpilot) zuhören.

Säm Schild stellte den gespannten Zuhörern als erstes das Signalement des Rehes (lat. Capreolus capreolus) vor. Rehe sind in Europa & Asien von England bis Südostsibirien verbreitet und haben eine Größe von 60 - 90 cm. Mitteleuropäische Rehe wiegen ca. 15 kg und sind 1 - 1,40 m lang, sie ist die kleinste europäische Hirschart. Von dem weissen, 2 cm langen Schwanz ist kaum etwas zu sehen, denn er ist in dem weissen Fleck am Hinterteil des Tieres verborgen. Dieser Fleck, der sogenannte ‘Spiegel’, zeigt als Signalfleck anderen Rehen an, dass vor ihnen ein Reh wegläuft, was wichtig ist, wenn ein Tier auf der Flucht ist oder in der Paarungszeit. Der feine Kopf wird zur Nasenspitze schmaler und sieht dadurch dreieckig aus. Das Sommerfell ist leuchtend rotgelb, das Winterfell eher graubraun. Die Lebenserwartung eines Rehs beträgt etwa 10 Jahre.

 

Die aufmerksamen Zuhörer wurden auch mit wissenswertem über die Verhaltensweise des Rehes informiert. So sind Rehe eigentlich Einzelgänger, nur im Winter schliessen sie sich zu kleinen Gruppen zusammen. Das nennt man nicht wie vielgeglaubt ‘Rudel’, sondern ‘Sprung’. Es vergehen von der Paarung - der Jäger sagt ‘Beschlag’ - bis zur Geburt, das sogenannte ‘Setzen’, normalerweise 9 - 10 Monate. Eine Ricke bringt ein, seltener zwei Kitze zur Welt, welche durch die Rehgeiss in den ersten Lebenswochen meistens im hohen Gras versteckt wird. Da die Kitze sich bei nahender Gefahr einfach ducken und nicht weglaufen, besteht im Frühsommer die Gefahr, dass die Kitze durch die Mähmaschine verletzt werden.

 

Dies war das Stichwort für den Übergang zum zweiten Thema dieser Führung. Christian Sigg übernahm das Wort und demonstrierte - leider wetterbedingt nur am Boden - den Teilnehmern auf eindrückliche Weise, den Suchablauf einer solchen Rettungsaktion. Auf dem Steuergerät konnten alle die aufgezeichneten Wärmebildfotos der Gruppe betrachten. Nachdem alle Fragen beantwortet wurden, löste sich die Waldführung am Mittag auf. Ein grosses Dankeschön geht an die beiden Referenten und die zahlreich erschienen Besucher, welche das unsichere Wetter nicht scheuten und so an einem informativen Vormittag dabei waren.

 

Die nächste Waldführung mit dem Thema ‘Pilze im Wald’ findet am Samstag, 1. Oktober 2022 statt. Wir freuen uns wiederum auf eine grosse Teilnehmerschar.

 

 

Hansueli Vogt für die Bürgergemeinde Muttenz

Offene Stellen:

- Hüttenwart/In; Turnus; im Stundenlohn

 

Sie finden die Informationen zu unseren offenen Stellen unter 'Offene Stellen'.